quergelesen

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Michael Kleeberg im Medienforum

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Nach dem Tod des Vaters beginnt der Autor Michael Kleeberg mit einer Recherche über seinen Vater, der den Sohn stets zu etwas Besserem machen wollte und zu dem der Sohn in ein Hassliebeverhältnis geriet, das von Rivalität, Rachegelüsten aber auch tiefster Zärtlichkeit geprägt war. Das Buch "Glücksritter" ist eine schmerzhafte Selbstbefragung: Wie viel vom Vater steckt in mir, wie viel der Einstellungen seiner Generationen prägten die Republik?

Michael Kleeberg, geboren 1959, studierte Politische Wissenschaften und Geschichte. Nach Aufenthalten in Rom und Amsterdam lebte er von 1986 bis 1999 in Paris. Heute arbeitet er als freier Schriftsteller und Übersetzer in Berlin. Für sein literarisches Werk wurde er vielfach ausgezeichnet.

Burkhard Hose & Michael Dörnemann im Medienforum

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Im Gespräch mit dem Autor Burkhard Hose über sein Buch „Warum wir aufhören sollten, die Kirche zu retten“ und Michael Dörnemann, Leiter des Dezernats Pastoral und Bildung im Bistum Essen. "Obwohl die Kirchen reformbedürftig sind, sind sie dennoch ein integraler Bestandteil für ein menschliches Miteinander" – davon ist Burkhard Hose überzeugt. Für ihn sind sie moralischer Kompass, Hoffnungsträger und Zufluchtsort in unruhigen Zeiten. Praxisnah und verständlich entwickelt der Studentenpfarrer daher eine Vision für eine Kirche der Gegenwart, die nicht nur Institution ist, sondern den Menschen dient und die nicht in der Vergangenheit lebt, sondern die Sorgen der Menschen von heute ernst nimmt.

Judith Kuckart im Medienforum

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Sonntagabend, Flughafen Tegel: Im Café in der Abflughalle kommt sie mit einem Mann ins Gespräch. Robert Sturm ist sechsunddreißig, achtzehn Jahre jünger als sie. Er ist auf dem Weg nach Sibirien. Am Ende ihrer und seiner Arbeitswoche wird er zurückkommen. Darauf wartet sie… Als sie mit achtzehn 1981 nach Westberlin kam und Medizin studierte, lernte sie Viktor kennen, der doppelt so alt war wie sie. Er war die andere, die politische Generation und eröffnete ihr die Welt. Er selbst jedoch blieb ihr verschlossen. Das Leben mit Viktor war ein Abenteuer, aber eines, dessen Gefahren sie nicht teilten. Mit sechsunddreißig - inzwischen in Neuro-biologie promoviert – trifft sie zur Jahrtausendwende Johann. Er ist so alt wie sie. Gemeinsam hangeln sie sich durch ihre Liebe; prekär sind nicht nur ihre Arbeitsbiografien. Samstagvormittag, wieder Flughafen Tegel: Sechs Tage lang haben ihr Alltag und ihre Erinnerungen sich verwoben und einander zu erklären versucht. Warum sind die Männer in ihrem Leben immer sechsunddreißig? Ist sie noch die, an die sie sich erinnert? Oder ist sie, die sich in Sachen Gehirn auskennt, eigentlich das, was sie vergessen hat?

Christiane Florin zu Gast

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Lesung und Gespräch mit der Journalistin und Autorin Christiane Florin am 15. September 2020 in Essen. Die Kirche besteht nicht nur aus Machtmissbrauch, sexueller Gewalt und Frauenverachtung, es gibt darin so viele Menschen, die Gutes tun. Bei diesem Satz ist die Geduld von Christiane Florin schnell am Ende. Ja, es gibt diese Menschen, die Gutes tun. Aber auch sie haben viel zu lange zu Machtmissbrauch, sexualisierter Gewalt und Frauenverachtung geschwiegen. Vielleicht, weil sie sich ihre Heimatidylle nicht kaputt machen lassen wollten. Denn Katholizität ist nicht nur ein Glaube, es ist auch ein Heimatgefühl. Betroffene sexueller Gewalt, Opfer lehramtlicher Strafaktionen und Analytiker des Machtapparats stören im Gefühlsablauf. Aber: Damit machen sich die Gutgläubigen zu Komplizen. Zu Komplizen, die sich nicht gegen ein autoritäres System wehren, das Gläubige kleinhält. »Trotzdem! Warum ich versuche, katholisch zu bleiben« ist Anklage, Selbstanklage und Bekenntnis einer Sehnsucht.
Zur Person Christiane Florin: Die Journalistin (Deutschlandfunk) ist promovierte Politologin, Feministin und Katholikin. Und auch wenn sie den Zusatz „bekennend“ nicht mag, spricht aus ihren Büchern und Beiträgen eine tiefe Vertrautheit mit der Kirche, in der sie aufgewachsen ist.

Trailer

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Quergelesen – konstruktiv, kritisch und kontrovers
Lesen Sie gern?
Interessieren Sie sich für Bücher, in denen brisante Themen auch mal gegen den Strich gebürstet werden?
Oder für Bücher mit Impulsen, die Sie ganz persönlich beschäftigen?
Dann sind Sie bei „Quergelesen“, dem Podcast des Medienforums des Bistums Essen, genau richtig!

Über diesen Podcast

„Quergelesen“ ist ein Podcast des Medienforums des Bistums Essen. Lesungen und spannende Diskussionen mit Autorinnen und Autoren, die im Medienforum zu Gast sind, werden in sieben Folgen dieses Podcasts zum Nachhören zusammengefasst. Interessierte Hörerinnen und Hörer lernen so die Autorinnen und Autoren im Gespräch über gesellschaftlich und innerkirchlich relevante Themen kennen und erhalten nicht zuletzt interessante Tipps zu aktuellen und lesenswerten Romanen und Sachbüchern.

von und mit Medienforum | Bistum Essen

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